Di, 11.8., 22:05, Deutschlandfunk: Klangkörper der Resilienz

Afghanistans Musikinstitut ANIM zwischen Krieg und Exil
Von Martin Gerner

Programmtipp:

am Dienstag, 11. August, um 22.05 Uhr, läuft das neue Feature im Deutschlandfunk:
eine 17-jährige Dokumentation über die Rettung von 273 jungen Musikern und Musikerinnen aus Afghanistan vor den Taliban.

Fast 20 Jahre jetzt begleite ich Menschen des Ensembles und ihre Schicksale. Und es drängt mich, ihre Geschichten zu erzählen, sie dem Schweigen zu entreißen .

Nicht alle Musiker und Instrumentenbauer in Afghanistan konnten 2021 gerettet werden. Von unserer Verantwortung wie von unserem Versagen am Hindukusch ist in dem Feature auch die Rede.
Dieser Hinweis gerne zum Weiterleiten.
Klangkörper der Resilienz: Afghanistans Musikinstitut ANIM zwischen Krieg und Exil / Von Martin Gerner

Wie 273 Musiker versuchen, ihre Musik vor der Zerstörung durch die Taliban zu bewahren.Als die Taliban im August 2021 Kabul erobern, hängen sich auf dem Flughafen verzweifelte Menschen an startende Maschinen. Das westliche Bündnis ließ viele Menschen, denen sie damals Hilfe zugesagt hatte, in Not zurück. Dazu zählten 273 Musiker, darunter minderjährige Mädchen und Jungen, des afghanischen Musikinstituts Kabul ANIM. Aus Angst vor Verfolgung zerstörten einige ihre Instrumente. Musik ist in Afghanistan unter den Taliban offiziell verboten und sie bleibt seit fünf Jahren stumm. Die Flucht der ANIM-Musiker nach Europa ins Exil ist nicht weniger von Angst, Entbehrung und bitteren Neuanfängen geprägt. Inmitten der Wirren treibt ein Motiv den Institutsleiter und die jungen Musiker an: das Erbe der afghanischen Musik zu retten und so Afghanistan als Kulturnation vor dem Vergessen zu bewahren.https://www.deutschlandfunk.de/programm?drsearch:date=2026-08-11